"CC"-Trickfilm Sita Sings the Blues brachte über 55.000$ ein

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Sita Sings the BluesCreative Commons oder nicht? Nina Paley hat auf jeden Fall in kurzer Zeit mit ihrem Film Sita Sings the Blues 55.000 Dollar eingenommen, davon laut Angaben des Wall Street Journal 23.000 Dollar über Spenden und 19.0000 Dollar über Verkäufe in ihrem Online-Shop. Weitere 19.000 erhielt sie für Aufführungen im Kino oder im Fernsehen. Die ganze Sache hat aber einen unschönen Haken: Fast die gesamte Musik des Films ist unfrei. 50.000 Dollar Lizenzkosten musste sie an die Rechteinhaber zahlen.

Nina Paley, die sich im Selbststudium das Erstellen von Zeichentrickfilmen am PC beigebracht hat, mischte einen Hindu-Epos mit persönlichen Motive - ihrer gescheiterten Ehe. In weiten Teilen folgt der Film dem bekannten Bollywood-Schema: Gesang und Tanz. Dabei tanzen aber nur weniger Figuren und der Gesangs-Part wird von den untergelegten Musikstücke beigesteuert. Hier liegt dann auch das Hauptproblem des Films: 11 unfreie Werke, für die sie im Schnitt 3500$ bezahlen musste.

Das Gesamtwerk steht nun unter einer modifziertern CC-BY-SA-Lizenz, womit der Gebrauch eigentlich zur Farce wird. Denn es ist eben nicht möglich, den Film frei zur Verfügung zu stellen und z.B. im Fernsehen auszustrahlen, da für die verwendeten Musikstücke Gebühren entrichtet werden müssen. Dies ist besondern deshalb schade, da sich Paley nun als überzeugte CC-Aktivistin darstellt. Theoretisch wäre es natürlich möglich, die unfreien Stücke durch freie Werke zu ersetzen, da diese aber synchron eingearbeitet werden müssten, dürfte dies ein relativ schwieriges Unterfangen sein.

Gefunden bei gulli.com

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