Musopen: Fast 70.000$ für copyright-freie klassische Musik gesammelt

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Kurz-URL: http://mkzä.de/543

Set music free1.276 Unterstützer haben dem Projekt Musopen insgesamt 68.359 Dollar gespendet. Mit dem Geld werden nun gemeinfreie Werke der Klassik professionell aufgenommen - und ebenfalls gemeinfrei veröffentlicht. "Herkömmliche" Aufnahmen derselben Werke sind mit einer Vielzahl von Schutzfristen behaftet und dürfen nicht frei verwendet werden.

Musopen ist eine nicht-kommerrzielle Gemeinschaft, die gemeinfreie Musikinhalte veröffentlicht: Aufnahmen, Notenblätter und Textbücher. Ursprünglich war die Idee des Kickstarter-Projekts, vor allem auf Musopen selber aufmerksam zu machen. Aufgrund des enormen Interesses weltweit kann nun deutlich mehr Musik aus ursprünglich geplant veröffentlicht werden. Für je 1.000$ kann ein kompletter Satz von Mozarts Violinen-Sonaten aufgenommen werden oder alle Mazurkas, Balladen oder Nocturnes von Chopin. 68.000 Dollar bedeutet also sehr viele neue Aufnahmen.

Zur Zeit läuft noch ein weiterer, von Pepsi finanzierter, Wettbewerb, über den noch einmal 25.000 Dollar in das Finanzierungsvolumen einfliessen könnten. Oder aber ein Kompositionswettbewerb würde gestartet werden, oder es wird ein kostenloses Konzert veranstaltet. Hier setzen das Musopen-Team auch auf Ideen aus der Netzgemeinde.

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Kommentare (2)

Die Idee ist natürlich hervorragend. Auch die Konzentration auf Kammermusik und Solomusik macht die finanzierbarkeit realistischer.

Ich zweifle allerdings etwas an "68.000 Dollar bedeutet also sehr viele neue Aufnahmen."

Allerdings muss für klassische Musik die Aufnahmesituation hervorragend sein. Wer auch immer die Tontechniker sind, dass ist keine Disziplin und ich fürchte das Geld wird entweder nicht sehr weit reichen, weil man (hoffentlich!) in hervorragende Tontechniker mit hervorragendem Equipment investiert (ich nehme an, dass die Leute hier wissen, dass gute Mikros im 4stelligen Bereich aufwärts zu kaufen sind - egal ob die Tontechniker das schon haben oder es finanziert werden müsste). Dazu noch Raummieten, die Gagen der Musiker selbst (hier will man ja sicher keinen Schrott engagieren) etc. etc.

Aber jede Aufnahme zählt!

Naja, da sind keine Amateure am Werk - und sie werden auch nicht mit Amateuren aufnehmen. Zur Zeit ist u.A. das Londoner Philharmonieorchester im Gespräch. Du kannst dir auf ihrer Seite ja auch mal anhören, was bisher so produziert wurde.

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