Die Popkomm ist tot - lang lebe die #unkomm

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Popkomm R.I.P
Bild: Motor

Die Popkomm ist tot. Und schuld daran sind, wie könnte es anders sein, die Musikpiraten. So steht es zumindest in der offiziellen Pressemitteilung.

Das und ein haarsträubendes Urteil in den USA (1,9 Millionen Dollar Schadensersatz für 24 illegal aus dem Internet herunter geladene Songs), das Beharren des französischen Parlaments und vor allem des Präsidenten auf Hadopi und noch viele andere hat dafür gesorgt, dass sich im Netz kreativer Unmut sammelt.

Eine Branche steht Kopf. Dabei gibt es viele kreative Ansätze, den Herausforderungen des Internets zu begegnen und sie als Chance zu nutzen. Denn die Krise der Musikindustrie ist eine Krise der Verwertungsmechanismen, nicht der Musik selbst.

Quelle: Berlin Music Blog

Die Initiatoren stellen sich der Herausforderung, Open Source-Prinzipen folgend - welche auch immer das jetzt sein sollen - zum Orginal-Zeitraum der Popkomm vom 16.-18. September in Berlin ein neuartiges internationales Branchentreffen zu organisieren. Hierfür soll in den nächsten Wochen genreübergreifend eine zeitgemäße und zukunftsfähige Musikbusiness-Plattform entstehen, auf der die entsprechenden Probleme besprochen und gelöst werden.

Der dritte Tag gipfelt in einer internationalen Konferenz im RADIALSYSTEM V. Darüber hinaus bleibt genug Raum um in zahlreichen Locations der Stadt neue Musik zu hören. Als erste haben sich das Label Motor, die hinter der re:publica stehende Agentur newthinking communications und das Kulturzentrem Radialsystem V zusammengefunden. Die Mischung hat definitiv das Zeug, so ein riesen Projekt in der kurzen Zeit zu stemmen. Haltet also Ausschau im Netz, was sich bei #unkomm in der nächsten Zeit so tut.

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Kommentare (2)

Gornys Argumentation ist sicher sehr polemisch... zu leugnen, das illegales Filesharing gerade die kleinen Künstler und Labels trifft aber auch.

Also ich würde sagen, dass das größte Problem von kleinen Labels und Künstlern große Labels und Künstler sind. Vor allem wenn man sich überlegt wer es denn ist, der bei illegalem Filesharing die Daten anbietet. Das ist nicht die böse Konkurrenz, das sind Fans, die mit ihrer Bandbreite Werbung für ihre Idole machen.

Wer sich Musik illegal runterlädt, würde eher gar keine Musik hören, als sie zu kaufen. (Ja, dazu habe ich keine Umfrage gemacht, das ist meine Einschätzung aus sehr vielen Gesprächen zu dem Thema.) Ebenso haben die meisten Künstler relativ wenig Probleme mit privaten Kopien, solange die Downloader dafür ihre Konzerte stürmen, T-Shirts kaufen und für gute Stimmung sorgen.

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